Die Initiative

Für die meisten Menschen im ländlichen Indien ist die Suche nach medizinischer Hilfe eine kräftezehrende Reise, mit geringer Aussicht auf Erfolg. Gute und moderne medizinische Versorgung steht aufgrund ihrer hohen Kosten und ihrer Unzugänglichkeit hauptsächlich den wohlhabenden Menschen in den Städten zur Verfügung. Die Gesundheitsprobleme benachteiligter Bevölkerungsgruppen bleiben weitgehend ungelöst. Der zusätzliche Verlust des Einkommens während Krankheitszeiten treibt Menschen, die eine Existenz am Rande der Gesellschaft führen, in einen Teufelskreis aus Schulden, Unfreiheit und jämmerlicher Armut.

Hier setzt der Verein zur Gesundheitsförderung „Jan Swasthya Sahog“ an – zwölf indische Fachärzte haben aus persönlichem Engagement in beispielloser Eigeninitiative das „Ganiyari Health Center“ gegründet, das als Modellprojekt für die ländliche Gesundheitsversorgung in Indien angesehen werden kann. Dabei erhalten sie vom indischen Staat keine ausreichende Unterstützung und sind für die tägliche Arbeit und den Ausbau des Projekts auf Spenden angewiesen.

Als Standort wurde die medizinisch unterversorgte und rückschrittliche Region Bilaspur (im Bundesland Chhatisgarh, ehemalig ein Teil von Madhya Pradesh) ausgewählt. Die dort lebende Bevölkerung setzt sich größtenteils aus Stammesangehörigen sowie niederen Kasten zusammen und arbeitet in der leistungsschwachen Landwirtschaft. Während der letzten sechs Jahre hat der Distrikt dort eine Alphabetisierungskampagne durchgeführt, die den Willen der örtlichen Bevölkerung gestärkt hat und eine gute Voraussetzung für die Programme zur Gesundheitsvorsorge bildet. Die Regierung von Madhya Pradesh stellte „Jan Swansthya Sahog“ im Dorf Ganiyari ein seit 18 Jahren brachliegendes Gelände mit renovierungbedürfigen Gebäuden zur Verfügung, die der Verein innerhalb eines Jahres mit Hilfe verschiedener Sponsoren zu einem Krankenhaus umbaute.

Das am dritten Februar 2000 eröffnete Ganiyari Health Center verfolgt folgende Ziele:

  • Die medizinische Versorgung der dortigen Landbevölkerung absichern, als kostengünstige Hilfe für die Ärmsten der Armen.
  • Dorfbewohner als „Health Worker“ in einem Trainings-Center ausbilden, damit sie Gesundheitserziehung in ihren Dörfern durchführen.
  • Klinische Forschung und Feldforschung zu spezifischen Problemen der ländlichen Gebiete durchführen, beispielsweise zur Malaria-Prävention.

Kostengünstige medizinische  Geräte entwickeln, die den Bedürfnissen der armen Landbevölkerung angepasst sind.

Bankverbindung:

Hospital für Indien e. V. , IBAN: DE27 4036 1906 6100 4419 00, BIC:  GENODEM1IBB